Wie wir beraten

Wir bieten kostenlose und anonyme Peer-Beratung für alle trans*Personen: Transgender, transgeschlechtliche, transidente, trans*, agender, nichtbinäre, genderqueere, genderflluide und Personen mit trans*Vergangenheit sind hier herzlichen willkommen. Wir beraten auch Personen in Selbstfindungsprozessen, die sich (noch) nicht sicher sind, wo sie stehen. Wir können auf diesem Weg Hilfestellung geben. Die professionalisierte trans*-Peer-Beratung ist unsere Herzensangelegenheit. Wir arbeiten communitybasiert, ergebnisoffen und trans*affirmativ. Wir können auch Angehörige und Zugehörige von oben genannten Personengruppen beraten. Für Multiplikator*innen aus der Sozialen Arbeit, (Sozial)Pädagogik, Psychologie, Medizin, für Lehrpersonal an Schulen etc., für Schüler*innen und für andere Gruppen (Firmen, Verein etc.) bieten wir neben Beratungsgesprächen auch Vorträge und Workshops an.

Was heißt peer und communitybasiert?

Peer bedeutet soviel wie „gleichartig“. In unserem Fall heißt das, dass alle unsere trans*-Berater*innen selber trans* oder nichtbinär/agender/genderqueer/genderfluide/transgender sind und ein großer Teil unserer (Beratungs)Kompetenzen aus eigenen Erfahrungen kommt. Wir sind communitybasiert, da wir uns in der trans*-Community verorten, und aus der Community, für die Community da sind. Wir sind selber auf verschiedenen Abschnitten unserer Transitionswege von Peer-Berater*innen beraten und begleitet worden, werden es vielleicht noch immer bzw. immer wieder, und deshalb wissen wir, wie wichtig die gegenseitige Unterstützung durch Peers ist. Wir arbeiten auf Augenhöhe.

Was bedeutet ergebnisoffen?

Wir gehen davon aus, dass die ratsuchende Person Expert*in für sich selber ist. Wir bieten Hilfe dabei, den eigenen Weg durch klärende Gespräche zu finden, aber wir geben in der Beratung nichts vor. Wenn es Probleme gibt, versuchen wir, gemeinsam mit dir Lösungen zu erarbeiten. Wenn du ein offenes Ohr oder Unterstützung bei etwas brauchst, sind wir hier. Wir bemühen uns, in der Beratungssituation einen Raum der Offenheit und Empathie zu schaffen, der ausreichend Vertrauen auch für Anliegen schafft, über die das Reden (noch) schwer fällt. Fragen dürfen dabei immer auch offen bleiben.

trans*affirmative Haltung

trans* ist keine Krankheit, sondern eine Variante der Geschlechtsentwicklung – eine unter vielen. Sich trans* fühlen ist okay! Wer sich im bei Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht zuhause fühlt, hat mitunter trotzdem einen steinigen Weg vor sich. Denn trans*Personen leben in einer Welt, in der sie immer noch als fremd wahrgenommen werden, anderen auch durchaus Angst machen, und erleben daher massive Diskriminierung auf allen gesellschaftlichen Ebenen. trans*Personen leben als Teil dieser Gesellschaft, aber auf einem anderen Planeten. Die trans*affirmative Haltung ist sich dieser Tatsachen bewusst und berücksichtigt sie in der Begegnung und der Kommunikation. Wir wissen nicht alles und wir können auch nicht alles, aber wir sind parteilich und wir halten zu dir – unabhängig davon, wohin du gehst. Selbstverständlich respektieren und achten wir alle Pronomen und Anreden.